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Die einfachste Fahrradschleife Nowy Targ – Czorsztyńskie-See

Die einfachste Fahrradschleife Nowy Targ – Czorsztyńskie-See

Mały rowerzysta na trasie VeloDunajec / Waksmund
Vor einigen Jahren war ein Fahrradausflug zwischen Nowy Targ und dem Czorsztyńskie-See praktisch unmöglich, ohne dass man auf die verkehrsreichen Straßen ausweichen musste. Die Investitionen in den Ausbau der lokalen Radwege, wie Velo Dunajec (VD) und Tatra-Rundweg (SWT) veränderten diese Ausgangslage in den letzten Jahren soweit, dass ich mich dafür entschied, diesen Abschnitt für den ersten Ausflug ohne die Seitenräder für unser damals jüngstes, vierjähriges Kind zu nutzen. Wie war der Ausflug und wie lange dauerte er? Worauf muss man achten, wenn man mit einem Kleinkind unterwegs ist? Darüber werden Sie weiter mehr lesen können.

Dieser Vorschlag bietet auch eine gute Möglichkeit, einen abwechslungsreichen Ausflug auf den neu gebauten Radwegen rund um den Czorsztyńskie-See, über die ich Ihnen hier mehr berichten werde, zu machen. Kombiniert mit den dort vorgestellten Varianten gehört diese Route zu den wohl schönsten Fahrradschleifen in ganz Polen.

Ich war auch selbst neugierig, wie wir die gesamte Route bewältigen werden, deren Abschnitte zwischen Nowy Targ und Dębno ich mit meinem Rennrad in nur einer halben Stunde schaffen konnte. Mit unserem „frisch gebackenen“ Radler brauchten wir für den Hin- und Rückweg knapp acht Stunden. Mit unzähligen Stopps für die Naturbeobachtungen, sorgfältigen Tests aller Spielplätze auf dem Weg und den obligatorischen Stopps bei den berühmten Eisdielen (in Ostrowsko und Nowy Targ). Die von mir hier empfohlene Route ist dafür ideal, denn diese 39 km lange Schleife ist für jeden gut geeignet. Der Abschnitt zwischen Nowy Targ und Dębno (15 km) führt auf dem glatt asphaltierten Radweg Velo Dunajec, immer leicht bergab entlang des Flusses. Auf dem Rückweg aus Dębno gibt es zur Abwechslung mal wieder Schotterbelag, aber die Wege selbst sind ruhig und verkehrsarm. Wichtiger Hinweis: Einige Abschnitte des Radwegs sind interne oder verkehrsarme Straßen. Wir fahren also nicht die ganze Zeit auf dedizierten Radwegen, die für den Autoverkehr gesperrt sind, sondern können ab und zu einem Auto oder einer landwirtschaftlichen Maschine auf dem Weg begegnen. Die meisten Bewohner sind an die Radler hier in der Gegend gut gewöhnt, weil diese in der Saison den größten Teil des Verkehrs hier ausmachen.

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Wenn wir mit dem Auto nach Nowy Targ kommen, empfehle ich einen kleinen Parkplatz in der Nähe der Fußgänger- und Radfahrerbrücke an der Straße ul. Lotników. An dieser Stelle kreuzen sich zwei Wege, die wir befahren werden. Je nachdem, ob wir mit dem leichteren Abschnitt (Velo Dunajec) starten und einem etwas schwierigeren Rückweg (Tatra-Rundweg) abschließen möchten, wählen wir die passende Richtung. Ich schlage vor, dass wir im Uhrzeigersinn fahren und zuerst eine sanfte Abfahrt zum See auf dem VeloDunajec nehmen. Zunächst fahren wir auf einem verkehrsberuhigten Radweg entlang des Ufers und der Dämme am Fluss Dunajec. Diese idyllische Fahrt führt uns von Nowy Targ nach Waksmund, wo wir unseren ersten Halt für eine kleine Abwechslung am Spielplatz machen.

Die weitere Fahrt entlang des Flusses verläuft größtenteils auf verkehrsberuhigten, lokalen Straßen. Ich empfehle, nach der Sportanlage den Weg in die Richtung der Ortsmitte von Ostrów zu verlassen und eine der besten Eisdielen in Podhale zu besuchen. Die Rückfahrt zur Hauptroute und die weiteren Kilometer sind eine gemütliche Fahrt auf einer Route, von der aus man die Tier- und Pflanzenwelt beobachten kann (auf den Wunsch unseres Kindes machen wir jedes Mal an einem vertrockneten Frosch einen Halt, um diesen von der Straße zu räumen oder wir begeistern uns über jede Raupe, jeden Schwarzstorch oder jedes Schaf). Das Hauptmotiv dieser Route ist auf jeden Fall der Fluss. Hier können wir so viele Stopps einlegen, wie die Kleinen wollen. Dedizierte Rastplätze für Radfahrer entlang der Route finden wir in Ostrowsko, Harklowa und neben dem Fußballplatz in Dębno. Diese findet man auf der Karte bit.ly/velomalopolska (in den weiteren Layers findet man hier auch weitere Informationen über die Parkplätze, fahrradfreundliche Orte oder zusätzliche Touren und Wege).

An der Brücke in Dębno, wo der Fluss Dunajec in den Czorsztyńskie-See mündet, können wir unsere Route mit einer anderen Route und mit Umrundung des Stausees auf VeloDunajec und VeloCzorsztyn kombinieren. So entsteht eine ideale Schleife (rund 80 km lang), die mittel fortgeschrittene Radfahrer auf jeden Fall an einem Tag bewältigen können. Wenn man mit Kindern unterwegs ist, ergibt sich ein tolles Wochenende auf dem Sattel. Eventuell mit einer Übernachtung, irgendwo am See. Ich empfehle zum Beispiel die Campingplätze in Dębno und Frydman.

Wir entscheiden uns jedoch für die Schleife und kehren über eine andere Variante nach Nowy Targ zurück (hauptsächlich auf dem Tatra-Rundweg). Nachdem wir den Damm verlassen und in die Straße ul. Kościelna eingebogen haben, fahren wir in die Ortsmitte von Dębno. Der Bummel auf dem Fahrrad durch die Stadt kann mit einem Besuch der berühmten Kirche und mit einem kleinen Abstecher zu einem Lebensmittelladen abgerundet werden. Die Fahrt von Dębno nach Nowa Biała (Markierung 102) auf einem Abschnitt mit befestigtem Belag (aber kein Schotter) kann für kleine Räder und Beine zu einer größeren Herausforderung werden. Dies soll man also bei der Verteilung der Kräfte berücksichtigen, zumal zwischen Szaflary und Nowy Targ ein weiterer ähnlicher und 7 km langer Abschnitt auf uns wartet. Wenn man genug Kraft hat, empfehle ich noch einen Besuch im Naturschutzgebiet Białka-Durchbruch (im Ort Nowa Biała). Hier kann man Füße in den Fluss tauchen, an dem auch der berühmte Räuber Janosik sich erholte, und dann auf dem Tatra-Rundweg zurückkehren (es gibt zwei Varianten: durch die Ortsmitte von Nowa Biała, aber auch durch die Felder).

Przełom Białki

Diesmal verzichten wir auf diese Attraktion und folgen nach einer kurzen Rast auf einem Rastplatz in Nowa Biała den Markierungen auf dem Tatra-Rundweg bis zum Ende der Tour. Zumindest bis nach Gronków können wir hier eine Fahrt auf glatt asphaltierten Radwegen, sowie herrliche Ausblicke auf die Tatra (Tatry) genießen. Der Abschnitt von Gronków nach Nowy Targ führt über befestigte Waldwege, die speziell für Radfahrer gebaut wurden. Man soll auch auf einen kurzen Abschnitt in Szaflary (ca. 2 km lang) achten, der aufgrund seines Belags aus losem und feinem Geröll für kleinere Räder der schwierigste auf der gesamten Route sein kann. Bis zum Ziel fahren wir durch einen herrlichen Wald (Bór na Czerwonem). Wenn wir ihn verlassen, erreichen wir das Ziel und unseren Parkplatz. Wir möchten aber noch nicht ins Auto einsteigen. Wir fahren über eine Brücke auf den anderen Ufer rüber und machen ein pflichtiges Bild mit einem Schafradler und nehmen unser Kind nach dieser Herausforderung zum Marktplatz von Nowy Targ mit, um dort zu speisen und Eis zu essen. Es ist kein Wunder, dass unser Kind nach dem Essen neue Kräfte schöpft. Uns bleibt ja nichts anderes übrig als den Spielplatz an der Polana Szaflarska zu besuchen und testen und die Steine in den Fluss Biały Dunajec zu werfen. Wenn es nicht genug ist, empfehle ich noch einen Abstecher zum Torfmoor-Pfad. So endet der Tag und genauso der erste anspruchsvolle Radausflug für unser jüngstes Teammitglied. Eine rund 40 km lange Route für den ersten seriösen Radausflug und das erst zwei Wochen nach der Entfernung der Seitenräder ist doch auf jeden Fall eine gute Leistung, oder? Hier wächst ein weiterer Liebhaber des Radwegs VeloMałopolska heran :-).

Praktische Tipps:

Der Ausflug ist für sehr schmal bereifte Fahrräder nicht geeignet (wegen der Schotterabschnitte des Tatra-Rundwegs und des Radwegs 102). Die Schleife weist keine großen Höhenunterschiede auf, diese schafft wirklich jeder – unabhängig von der Ausrüstung und dem Fitnesslevel. Eine sanfte Auffahrt muss man nur auf der Route von Dębno bis Nowa Biała und hinter Gronków bewältigen. Unterwegs gibt es Lebensmittelgeschäfte in Nowy Targ, Dębno, Nowa Biała und Gronków.

Was gibt es sonst noch Interessantes auf dem Weg zu besichtigen? Auf jeden Fall das Gestüt, das Gutshaus und die Villa Tetmajerówka in Łopuszna, die historische Kirche in Harklowa und die Kalksteinfelsen auf dem Weg nach Gronków, die ein Teil der sogenannten „Skalice Nowotarskie“ sind.


Jarek Tarański
www.velomalopolska.pl

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